Business LifeFor the English speaker

☆ Time to shape the business rules

***For German pls scroll down***

I still remember very clearly how, during my time in investment banking at Deutsche Bank, I understood that negotiations are conducted differently by men and women, even on an unconscious level. That was my first job after graduation and I was the only woman among many men in our meeting room in the Bank Towers in Frankfurt. During  that meeting, there were questions about derivatives trading and some of the “biggest” floor traders were in the room. Definitely a lot of testosterone.
I noticed how the men in the negotiation room clarified their ranking shortly after entering it. This was done through gestures and facial expressions, appearance and literally taking up “space” in the sense of “taking up a lot of physical and mental space”.
I was flabbergasted and had to think how I once witnessed a cockfight in Java, Indonesia, which was organized by the men of a village. The strong stings the weak. During our meeting in Frankfurt, most of the negotiation was also based on the hierarchical levels established in the first few minutes. In this way, competence, power and status were conveyed.
Two points, however, I took with me at the time:
1) The effect through “space” engaging behavior
2) The meaning of body language.
On the last point, I have learned a lot in the course of my professional years: If I sit at the negotiating table with my legs elegantly crossed and my hands crossed on my lap (Yin), I am perceived differently than if I speak with my legs apart and my elbows on the table (Yang). A direct eye contact (Yang) that goes round means strength and power and is a different sign than tilting the head down when speaking (Yin). But to go into the room when entering it (Yang) instead of standing at the doorframe (Yin), even to walk or walk towards the person opposite when speaking (Yang), if necessary, brings with it a special perception.
How do I see these “tricks” today? I currently have a lot to do with the “younger” generation and am astonished that they can attribute competence, power and status to factors other than the aforementioned, perhaps more “yang” oriented behavioral patterns.
My experience is that the younger generation is able to attribute competence to women even if they do not heed the above mentioned “tactics” but stand fully in their “Yin” energy.
And this is exactly what I hope for the future, also for the generation “in the best age”: That we can bring more “Yin” into the German career floors and that we can shape the economic rules of the game even more in the light of “Yin”.

***German version***

☆ Es ist Zeit, die Business Regeln neu zu gestalten

Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich in meiner Zeit des Investment Bankings bei der Deutschen Bank begriffen habe, dass Verhandlungen von Frauen und Männern auch auf unbewusster Ebene unterschiedlich geführt werden. Es handelte sich um meinen ersten Job nach dem Studium und ich war die einzige Frau unter vielen Männern in unserem Meeting Room in den Bank Towers in Frankfurt. Auf unserer Agenda standen Fragen zum Derivatehandel und einige der damals „großen“ Trading Floor Händler waren mit im Raum. Definitiv viel Testosteron. 

Ich bemerkte, wie die Männer im Verhandlungsraum kurz nach Betreten desselben ihre Rangordnung klärten. Das geschah durch Gestik und Mimik, Auftreten und im wahrsten Sinne des Wortes „Raum“ im Sinne von „Menge an physischen und psychischen Platz“ einnehmend. 

Ich war baff und musste kurz daran denken, als ich im indonesischen Java einst einen Hahnenkampf mitverfolgte, der von den Männer eines Dorfes organisiert wurde. Der Starke sticht den Schwächeren. Während unseres Meetings in Frankfurt orientierte sich auch der Großteil der Verhandlung nach den in den ersten Minuten festgelegten Hierarchiestufen. Auf diese Weise wurde Kompetenz, Macht und Status vermittelt.

Zwei Punkte aber habe ich für meine Karriere damals mitgenommen: 

1) Die Wirkung über „Raum“ einnehmendes Verhalten 

2) Die Bedeutung von Body Language.

Zum letzten Punkt habe ich im Laufe meiner Berufsjahre viel dazu gelernt: Sitze ich mit elegant verschränkten Beinen am Verhandlungstisch und habe meine Hände in sich verschränkt auf meinem Schoß (Yin), werde ich anders wahrgenommen als wenn ich breitbeiniger und mit Ellenbogen auf dem Tisch abgelegt spreche (Yang). Ein direkter Augenkontakt, der in die Runde geht (Yang), bedeutet Stärke und Macht und ist ein anderes Zeichen, als den Kopf beim Sprechen nach unten zu neigen (Yin). Aber auch beim Betreten des Raums in das Zimmer zu gehen (Yang) anstelle am Türstock stehen zu bleiben (Yin), beim Sprechen gegebenenfalls sogar zu Laufen oder auf den Gegenüber zuzugehen (Yang), bringt eine besondere Wahrnehmung mit sich. 

Wie ich diese „Tricks“ heute sehe? Ich habe aktuell viel mit der „jüngeren“ Generation zu tun und bin erstaunt, dass sie Kompetenz, Macht und Status an anderen Faktoren als an den genannten, vielleicht mehr „Yang“ ausgerichteten Verhaltensmustern festmachen kann. 

Meine Erfahrung ist, dass die jüngere Generation den Frauen eben auch dann Kompetenz zusprechen kann, wenn sie oben ausgeführten „Taktiken“ nicht beherzigen, sondern voll in ihrer „Yin“ Energie stehen. 

Und genau das erhoffe ich mir für die Zukunft auch für die Generation „im besten, weil mittleren Alter“: Dass wir mehr „Yin“ mit in die deutschen Karriereetagen bringen dürfen und wir die wirtschaftlichen Spielregeln viellicht sogar noch mehr im Lichte von „Yin“ gestalten können. 

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